melior AG

Energie- und Mineralstoffversorgung im Fokus

Fachbericht von Bernhard Bütikofer, PM Kleinwiederkäuer

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt bei den Ziegen die Brunstsaison. Um diese, aber auch die Trächtigkeit und das Ablammen erfolgreich zu meistern, gilt die Fütterung als Schlüsselfaktor.

Flushing fördert Brunst

Ein Energieschub während zweier Wochen vor bis drei Wochen nach dem Belegen unterstützt die Brunst, eine höhere Befruchtungsrate und die erfolgreiche Einnistung der Eizelle. Für dieses «Flushing» werden die Tiere vorher etwas magerer gefüttert, ehe dann mit frischer Weide, gutem Emd oder der Zufütterung von stärkereichem Kraftfutter die Energiekonzentration erhöht wird.

Während der Trächtigkeit beeinflusst das Wachstum des Fötus den Energiebedarf der Ziege. Speziell heikel ist die Zeit zwischen dem 90. und 120. Trächtigkeitstag, da in dieser Phase die grösste Gewichtszunahme
stattfindet. Eine unausgeglichene oder zu knappe Fütterung kann Aborte und Trächtigkeitsstörungen zur Folge haben.

Selen ergänzen

Für eine gute Fruchtbarkeit sind Vitamin E, Beta-Carotin und Selen entscheidend. Ein Mineralfutter soll deshalb nicht nur Calcium, Phosphor und Magnesium liefern, sondern auch den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen decken. Bei Vitamin E und Beta-Carotin ist vornehmlich im Winter bei Dürrfutterrationen mit einem Manko zu rechnen. Für Selen empfiehlt sich dagegen eine ganzjährige Ergänzung über ein Mineralfutter. Idealerweise enthält dieses einen Teil des Selens und anderer Spurenelemente in hochverfügbarer, organischer Form.

Nicht zuletzt spielt auch die Salzversorgung eine Rolle. Weil der Natriumbedarf aus dem Grundfutter nicht gedeckt werden kann, ist Viehsalz an der Krippe oder als Leckstein ein Muss.

Ihr melior-Berater steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.

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