melior AG

Fit statt fett

Fachbericht von Andreas Schori, PM Pferde Schweiz

Leichtfutterige Robustpferde werden schnell zu dick. Doch zu viel Fett belastet Kreislauf und Organe. Eine Diät ist heikel.

Im Freizeitbereich erfreuen sich bei den Pferdehaltern leichtfutterige Robustrassen und Ponys immer grösserer Beliebtheit. Diese werden meistens zu gut gefüttert, da die Futterverwertung unterschätzt und die Arbeitsleistung überschätzt wird. Zudem nimmt der Mensch das Übergewicht nicht mehr wahr, weil die meisten Tiere dieser Rassen auch so aussehen.

Der Hängebauch täuscht

Grundsätzlich sollten die Rippen des Pferdes ohne Druck gut zu ertasten, aber nicht sichtbar sein, sonst ist das Pferd zu dünn. Oberhalb des Schweifs sollte kein schwabbeliges Fettpolster sein. Um die Veränderungen der Fettpolster am Widerrist und Brust festzustellen, kann der Brustumfang über die Sattelgurtlage gemessen werden. Ein dicker Hängebauch ist nicht zwingend ein Zeichen für Übergewicht. Schwache Bauchmuskeln, viel Gras (Wasser) oder zu wenig Futter (Übersäuerung im Magen/Darm = überhöhter Wasserkonsum) können die Ursache sein.
Übergewichtige Pferde sind krankheitsanfälliger und haben im Durchschnitt eine verkürzte Lebensdauer. Sie haben eher Probleme mit dem Stoffwechsel, der Atmung und dem Kreislauf. Auf Dauer können die inneren Organe geschädigt werden. Das überflüssige Gewicht belastet auch die Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen. Es kommt schneller zu Gelenksentzündungen oder -erkrankungen.

Keine Radikaldiät

Bei Futterreduktion mobilisiert der Körper die fehlende Energie aus den Fettzellen. Wird zu viel Fett auf einmal freigesetzt, können innere Organe Schaden nehmen. Damit das Pferd abnimmt, kann die Kraftfutterration reduziert werden. Dementsprechend muss die Mineral-, Spurenelement und Vitaminversorgung über ein Mineralfuttermittel sichergestellt werden. Heu/Haylage kann bis zu einer gewissen Menge durch gutes Futterstroh (hat nur halb so viel Energie) ersetzt werden. Das Bedürfnis an Beschäftigung, Kauen, Sättigung und Einspeichelung wird mit dem Stroh ebenfalls erfüllt. Die Strohaufnahme darf aber nicht zu hoch sein, sonst steigt das Risiko einer Anschoppungskolik.

Muskeln aufbauen

Nicht zuletzt ist Bewegung und Training sehr wichtig zum Abnehmen. Muskelaufbau hilft bei der Gewichtsreduzierung, da Muskeln mehr Energie verbrauchen als untrainiertes Gewebe.  Am meisten Fett wird verbrennt bei gleichmässigem Traben oder zügigem Schritt über längere Zeit. Ein kurzer, schneller Galopp bringt nichts.
 

melior-Empfehlung für ein Pferd, (600 kg LG), das abnehmen soll:

Grundfutter Heu/ Haylage-Menge so regulieren,
dass das Pferd ca. 2.5 kg Stroh frisst
combifloc® 1/3 reduzieren (ev. später nochmals 1/3)
2747 EQUI`TONIC 50 - 100 g

Agita®

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