melior AG

Widerstandskraft und Leistungsbereitschaft – eine optimale Mineralstoffversorgung ist entscheidend

Fachbericht von Peter Bringold, PM Schafe + Ziegen melior

Kleinwiederkäuer sind in der Lage, viel Raufutter über ihr gut entwickeltes Vormagensystem zu verwerten. Gras, Dürrfutter und Grassilagen sind aufgrund der Vegetationsperiode, der Düngungsverhältnisse und dem Futterangebot im Mineral-, Spurenelement- und Vitamingehalt grossen Schwankungen ausgesetzt. Eine regelmässige Mineralzufuhr verbessert die Futterverdaulichkeit sowie das Immunsystem und damit den Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der Herde.

Grünlandrationen sind generell arm an Spurenelementen (Zink, Mangan, Kobalt, Selen), teilweise auch an Kupfer, und decken damit nie den Bedarf von Leistungstieren ab. Wie Studien belegen, können Spurenelemente in organischer Form und Vitamin E wesentlich zur Bedarfsdeckung und Gesunderhaltung von Schafe und Ziegen beitragen. Im Weiteren sind Ziegen und Schafe immer Magen-Darm-Parasiten sowie anderen Schädlingen ausgesetzt. Eine regelmässige Mineralfutteraufnahme spielt dabei eine zentrale Rolle, den Abwehrmechanismus, die Grundimmunisierung und die Vitalität zu stärken.

Die Alpungsperiode in abgelegenen Weideregionen verunmöglicht oft eine regelmässige Mineralfutterzufuhr. Eine gute Versorgung an Mengen- und Spurenelementen auf der Vorweide vor dem Alpauftrieb und Alpabgang kann diese Lücke besser entschärfen.
Gesunde Klauen, gutes Fundament und optimale Eutergesundheit sind besonders für eine gesunde Herde wichtig. Hochtragende sowie zu belegende Tiere sind für die Fruchtbarkeit auf einen optimal funktionierenden Stoffwechsel angewiesen.
 

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