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Oekoheu in der Pferderation

Seit über 15 Jahren gibt es in der Schweiz den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN, früher IP). Die darin enthaltene Pflicht zu ökologischen Ausgleichsflächen wird vielerorts mit der extensiven Bewirtschaftung von Wiesen erfüllt und das geerntete Futter wird nicht selten als Heu oder Heylage an Pferde verfüttert.

Viel Fasern und wenig Eiweiss
Da diese Flächen nicht gedüngt und erst spät geschnitten werden dürfen, ist das Futter faserreich (energiearm) und hat wenig Protein. Folglich ist es für intensive Milch- oder Fleischproduktion nicht geeignet und wird daher oft Galtkühen, ältere Aufzuchtrindern oder Pferden verfüttert. Speziell Pferde können dieses faserreiche Futter sehr gut verdauen (siehe meliorbulletin 108) und der tiefe Proteingehalt ist für erwachsene Reitpferde als Ergänzung zu Weidegras ideal.

Pflanzenbestand und Nährstoffreserven im Boden verändern sich
Nach jahrelangem spätem ersten Schnitt und keiner Düngung haben sich die Pflanzenbestände verändert. Dadurch, dass geerntet aber nicht gedüngt wird, werden dem Boden zwar Nährstoffe (Mineral- und Spurenelemente) entzogen, aber nicht wieder zugefügt. Somit sinken die Nährstoffreserven in den Böden und die auf diesen «mageren» Böden wachsenden Pflanzen sind entsprechend ärmer an Mineralien.
Ø Heuanalysen Winter 08/09 Analyse-Bsp. Oekoheu Abweichung Oekoheu Weizenstroh als Vergleich
  g/kg TS g/kg TS % g/kg TS
Rohasche 112.0 85.0 - 24 60.0
Calcium 7.7 4.5 - 42 3.3
Phosphor 3.5 2.1 - 40 0.9
Magnesium 2.2 1.2 - 46 1.0
Kalium 25.9 15.9 - 37 10.0
Schnittzeitpunkt beeinflusst ebenfalls Mineralgehalt
Für die Produktion von Pferdeheu oder -Heylage sollten auch intensiv bewirtschaftete Wiesen später geschnitten werden als für Rinderfutter. Mit zunehmendem Alter des Futters sinkt erwiesenermassen der Mineralstoffgehalt. Somit haben auch Pferdeheu oder -Heylage von intensiven, gedüngten Wiesen weniger Mineralstoffe.

Besonders auf Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine achten
Es ist davon auszugehen, dass später geschnittenes Futter und Futter von nährstoffarmen Böden nicht nur weniger Mineralien, sondern auch weniger Spurenelemente und Vitamine enthalten. Bei der Ergänzungsfütterung sollte aus diesem Grund besonders dieser Versorgung Beachtung geschenkt werden.

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Bild
Ausgeglichene Mineral- Vitamin- und Spurenelement Ergänzung, abgestimmt für Pferde 75 – 150 g/Tag/Tier (500 kg):

  • Rationen mit wenig Mischfutter
  • fördert Muskelarbeit /Erholung
  • während Stresssituationen
  • über Haarwechsel (Fellglanz)
  • für bessere Hufqualität
  • zur Steigerung der Immunität
  • während Trächtigkeit /Säugezeit