Die Ziege kann ihr durch den Zuchterfolg vererbtes Leistungspotential nur erfüllen, wenn sie entsprechend gehalten und gefüttert wird.
Das Naschhafte, Kapriziöse ist der Ziege geblieben. Sie stellt nach wie vor hohe Ansprüche an die Fütterung.
Aufzucht Aus wirtschaftlichen Gründen nach der Kolostralmilch auf 2008 Aufzuchtmilch übergehen.
100 g + 900 g Wasser = 1 l Tränke
Für Mastgitzi den Milchanteil bis 200 g pro Liter steigern
Ab 3./4. Woche die Zuchtgitzi separieren und Aufzuchtfutter 2955 combifloc® sowie Wasser zur freien Verfügung halten.
Tränkemenge von ca. 1,5 l ab 6. Woche sukzessive reduzieren und Ende des 3. Monat absetzen.
Phasenfütterung bei Milchziegen
Startphase 1. + 2. Laktationsmonat
Besonderheiten
Gefahr Azetonämie (übermässiger Körperfettabbau)
Qualitativ bestes Grundfutter und angepasstes Kraftfutter und -menge
Produktionsphase
3. Laktionsmonat bis 3. Trächtigkeitsmonat
Ausgeglichene Ration (Energie und im 3. Trächtigkeitsmonat Eiweiss) sicherstellen.
Keine Verfettung nach dem Decken
Gefahr Schwergeburt und Stoffwechselstörungen
Reproduktions- und Vorbereitungsphase
3. + 4. Trächtigkeitsmonat
Ab 6 Wochen vor der Geburt Nährstoffkonzentration mit steigender Kraftfuttermenge erhöhen. --> Vorbeugung Trächtigkeitstoxikose 300–600 g Kraftfutter je nach Raufutterqualität und erwartender Milchleistung