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Fachberichte
  • 13.12.2023

Welchen Einfluss haben Wetter und Klima auf die Mykotoxinbelastung von Maissilagen

Wenn es um Maissilage geht, sind Mykotoxine – schädliche Stoffwechselprodukte von Pilzen – eine unterschätzte Gefahr bei der Fütterung von Wiederkäuern. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Mykotoxinbelastung in Maissilagen, welche Rolle die Witterung spielt und welche Gegenmassnahmen ergriffen werden können.

Sowohl in der Milchviehhaltung als auch in der Munimast stellen die Grundfutterkosten einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten dar. Aus ökonomischen Gründen steigt daher der Anteil an Silomais, abhängig vom Standort, im Vergleich zu anderen Grobfuttermitteln seit Jahren an. Wegen ihrer Bedeutung in der Ration ist es wichtig, das Risiko einer mykotoxinbelasteten Maissilage nicht zu unterschätzen.
Hauptverursacher von Mykotoxinen in Maissilage sind Fusarienpilze. Diese wachsen während der Vegetationsphase auf der Pflanze und produzieren eine Vielzahl von Mykotoxinen wie Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA), Fumonisine (FUM), Aflatoxin (Afla) usw. Diese Gifte können die Gesundheit und Leistung Ihrer Tiere beeinträchtigen.

Einflüsse auf die Bildung vom Mykotoxinen im Mais
Neben der Sortenwahl und der Einhaltung guter fachlicher Praxis beim Anbau, beeinflusst das Wetter während des Pflanzenwachstums die Mykotoxinbildung erheblich!  Ein warmfeuchtes Klima, lange Regen- und Trockenperioden, Hagel etc. begünstigen die Bildung von Fusarientoxinen. Hohe Luftfeuchtigkeit um Reife und Ernte begünstigt neben Fusarien auch Schimmelpilze die während der Lagerung sogenannte Lagetoxine bilden können. 
Als Landwirt sollte man sich daher bewusst sein, dass Wetterphänomene mit einer steigenden Mykotoxinbelastung einhergehen können.

Beugen Sie bösen Überraschungen vor!
Mykotoxinen sind eine unsichtbare Gefahr. Wiederkäuer können zwar einen Teil der Mykotoxine im Pansen entgiften, aber die durch Züchtung und Fütterung beeinflusste schnellere Pansenpassage und Störungen durch z.B. Wassermangel, Acidose, Ketose usw. verringern diese Fähigkeit und setzen sie teils ausser Kraft. Die Folge sind eine schlechtere Futterverwertung, verringerte Fruchtbarkeit, höhere Anfälligkeit für Krankheiten usw.
Deshalb ist eine Analyse auf Mykotoxine, am besten schon während der Ernte, ein entscheidender Vorteil, denn sie erlaubt ein frühzeitiges Einleiten von Gegenmassnahmen. Bei einem erhöhten Risiko können dann Mykotoxinbinder und -deaktivatoren wie Mycofix® in die Rationsgestaltung einbezogen werden, um schädliche Auswirkungen zu minimieren. Dabei unterstützt Sie Ihr melior-Berater gerne und zeigt Ihnen auf, welche Futter mit Mycofix® ausgestattet sind.

Mykotoxinbelastung bei Maissilage in der Schweiz von September bis November 2023
Parameter Afla ZEN DON T2-Toxin FUM
Anzahl Untersuchungen 14 14 14 14 14
% belasteter Proben 0 93 93 7 93
Mittlere Belastung (ppb) 0 233 075 1 127
Median belasteter Proben (ppb) 0 146 777 0 52
Höchstwert (ppb) 0 952 3832 15 589

Untersuchungen von Maissilagen aus der Schweiz zeigen, dass diese 2023 vor allem DON und ZEN belastet sein können.

Fazit
  • Der Einfluss von Wetter und Klima auf die Mykotoxinbelastung steigt.
  • Die Auswahl von weniger pilzanfälligen Maissorten und die Analyse der Hauptfutterkomponenten auf Mykotoxine ermöglichen ein gutes Mykotoxin-Risiko-Management.
  • Der Einsatz von zugelassenen Bindern und Deaktivatoren, wie Mycofix® (erhältlich über Ihr melior-Futter), beugt möglichen Leistungseinbussen und erhöhter Krankheitsanfälligkeit vor.

Text: Jochen Wirges, dsm-firmenich

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